X
    Categories: AllgemeinEventsHilfsprojektTipps&Tricks

Yarn Camp 2017 – der zweite Tag

Gestern habe ich euch bereits vom tollen ersten Tag des Yarn Camps in Frankfurt berichtet … Heute kommt nun Teil 2. Denn zum Glück habe ich auch eine Karte für Sonntag bekommen 🙂

Auch der zweite Tag begann mit der obligatorischen Vorstellungsrunde – denn es gab einige Teilnehmer, die das Yarn Camp nur an einem Tag besuchten.

Natürlich hörten wir wieder viele der Hashtags von gestern, aber auch einige neue waren dabei (oder welche, die ich gestern nicht sofort aufgeschrieben hatte 😉 ). Diese möchte ich euch nicht vorenthalten:

#Podcast-und-Serien-Junkie
#Zu-wenig-Zeit-zu-viel-Wolle
#hyggelig
#Ok-aber-erstmal-Kaffe
#Dunkelbunt
#Das-passt-schon-wenns-fertig-ist
#Bunte-Nachhaltigkeit
#Nicht-unter-4mm
#Brioche-macht-glücklich
#Zu-viele-Ideen-zu-wenig-Zeit
#Wolle-selbst-färben
#Doppelt-gestrickt-hält-besser
#Maschenproben-braucht-kein-Mensch
#Ich-weiß-nicht-wofür-aber-ich-brauche-diese-Wolle

(Was trifft auf euch zu? Verratet es mir gerne in den Kommentaren!)

Danach folgte erneut die Sessionplanung. Einige Vorträge wurden zum zweiten Mal angeboten, was aber gar nicht schlimm war! Denn schließlich mussten wir uns am ersten Tag oftmals zwischen spannenden Sessions entscheiden. So hatte jeder noch einmal die Möglichkeit, verpasste Themen zu sehen.

Ich entschied mich für folgende Vorträge:

1. Corner to Corner Häkeln

Das Thema ist nicht neu für mich, aber ich wollte mir gern anhören, ob es noch weitere Kniffe gibt bzw. wie andere die Technik anwenden.

Am Ende wurde mir eines bewusst: Die Technik ist schwieriger zu erklären, als sie am Ende wirklich ist.
Nur der Anfang ist meist etwas frickelig… daher: Wer noch einmal nachlesen möchte, dem empfehle ich meine Schritt-für-Schritt-Anleitung 😉

Und hier noch ein guter Link-Tipp aus der Session: twoheartscrochet.com

2. Double Face mit Kato

Bei der Double Face Technik wird die Vorder- und Rückseite eines Strickstücks gleichzeitig gearbeitet. Dazu werden immer zwei Fäden gehalten (wie beim zweifarbigen Stricken). Ein Faden bestimmt die Vorderseite, einer die Rückseite. Ein Muster hält beide Seiten zusammen (da dort die Fäden verkreuzt werden).

Damit erhält man eine positive und eine negative Seite, wie man bei Kato schön erkennen kann:

 

Das Strickstück wird sehr dicht und stabil und dadurch hält es sehr warm. Die Technik ist bestens geeignet für Schals, Stolen oder auch Handschuhe und Mützen.

Guter Hinweis von Kato: Hier sollte immer eine Maschenprobe gemacht werden! Da mit zwei Fäden gestrickt wird, merkt man erst nach einigen Reihen, wie sich die Fäden miteinander verhalten. Probestücke können als Lesezeichen oder Topflappen verwendet werden 😉

Das ist eine Technik, die ich auch unbedingt ausprobieren möchte!

3. Einführung in Steampunk mit David

Ich muss ja zugeben, mit Steampunk konnte ich vorher nicht wirklich viel anfangen. Und jetzt nach dem Vortrag? Da weiß ich, dass ich einige Teile aus dem Lebensstil bereits umsetze. Ich bin also ein kleiner Steampunker 😀

Den Inhalt hier zu beschreiben ist etwas schwierig, dennoch ein paar Kernaussagen:
Steampunker setzen sich gern von der realen Welt ab. Sie nehmen sich die Zeit für wichtige Dinge und versuchen dadurch, Abstand zum Alltagsstress zu bekommen. Sie legen Wert auf Details, was sich besonders in ihren aufwändigen Kostümen zeigt. Bestes Beispiel dafür ist David selbst:

Also laut der Beschreibung sind wahrscheinlich viele von uns „ein bisschen Steampunk“ 😉

4. Und die letzte Session: Stricken und Häkeln mit Perlen von Nicole

Nicole ist eine der wenigen Strickerinnen, die in ihre Strickteile viele Perlen einarbeitet. Das sieht super aus, seht selbst:

 

Wie bei allem gibt es auch hier verschiedene Möglichkeiten, die Perlen einzuarbeiten. Entweder man benutzt eine „Big Eye“ Nadel und passt sie sich an, nimmt Basteldraht oder z.B. auch eine ganz gewöhnliche Häkelnadel mit sehr kleinem Kopf (0,6 mm). An der gewünschten Stelle im Muster wird die Masche dann einfach von der Nadel genommen, Perle darauf gesetzt, und weiter geht’s. Klingt super einfach, braucht aber sicher etwas Übung 😀

Die Perlen vor der Strickarbeit aufzufädeln ist auch eine Möglichkeit, aber mit sehr viel mehr Arbeit verbunden 😉

Ein wichtiger Tipp: Die Perlen sollten farbecht sein, sonst hat man nicht lange etwas davon. Am besten vorher testen (z.B. durch Waschen).

Ach und wir haben auch direkt ein Thema für nächstes Jahr gefunden: Maschenmarkierer selbst herstellen. Hände hoch wen das interessiert! 🙂

Und das war auch schon die letzte Session des Tages. Zwischendurch gab es die Möglichkeit, die neuen ergonomischen Stricknadeln von Prym zu testen. Dabei strickten die Teilnehmer Quadrate in 10×10 cm, die für die Charity Aktion „herzensrot und kunterbunt“ verwendet werden. Tolle Idee wie ich finde! Und: ihr könnt immer noch mitmachen, die Aktion läuft noch bis 31.12.2017!

Sooo, das war dann das 5. Yarn Camp – und mein erstes! Ich war ja schon nach dem ersten Tag begeistert, und das hat sich nicht geändert! So viel geballtes Wolle, Srick- und Häkelwissen an einem Ort ist selten zu finden. Und das macht auch den besonderen Flair aus … Ich würde sofort wieder kommen und freue mich schon auf das nächste Jahr! In der Hoffnung, dass ich wieder ein Ticket ergattere 😀

 

Und – in schon bewährter Tradition – sind hier meine Abschluss-Hashtags:

#Warten-auf-YarnCamp-2018!
#Wir-sehen-uns-beim-Wolle-Fest-in-Leipzig!
#Es-gibt-noch-so-viel-zu-lernen!
#Irgendwann-kommen-auch-mal-Socken-dran
#Maschenproben-können-sinnvoll-sein

 

Und vielen Dank noch einmal für die tolle Organisation an Lutz, Sara, Rebekka und Julia, ohne die das Yarn Camp nicht stattfinden würde!

Miss :